Drehleier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dieses Instrument wurde schon vor ca. 1000 Jahren in Europa eingeführt und kam aus Asien über Afrika und Spanien nach Österreich. Anfänglich wurde die Drehleier als sakrales und höfisches Instrument verwendet, doch als sie auch durch das Volk entdeckt wurde, wurde die Leier bald zum Bettelinstrument degradiert. Ein idealeres Instrument konnte man sich damals für die Liedbegleitung nicht vorstellen: leicht zu transportieren, mit einfacher Klaviatur spielbar, zur Begleitung brummten die Bass- oder Bordunsaiten immer mit und ein geschickter Spieler konnte auf der Schnarrsaite sogar den Rhythmus angeben. 

Die Drehleier funktioniert im Prinzip wie eine Geige, deren Bogen durch ein Kolophonium bestrichenes Holzrad, das mit einer Kurbel gedreht wird, ersetzt wurde und dadurch die Saiten zum Schwingen bzw. Klingen bringt.  Melodien werden gespielt, indem die Holzfähnchen durch die Klaviatur auf die Melodiensaiten gedrückt werden. Eine Besonderheit der Drehleier ist die Schnarrsaite. Sie wird durch einen Keil auf ein am Korpusdeckel aufliegendes Holzstück gepresst und so eingestellt, daß durch schnelleres oder langsameres Drehen des Rades, Anreißen genannt, ein rhythmisches Vibrieren oder Schnarren erzeugt wird.