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Harfenisten waren in Wien eine
Institution. Beliebt bei der einfachen Bevölkerung, verachtet
beim Adelsstand und den dort spielenden Hofmusikanten. Verwendet
wurden im Laufe der Jahrhunderte viele Arten von Harfen. Die
kleine Schoßharfe war genau so vertreten wie die große
Pedalharfe. Durch speziellen Gebrauch auf der Straße, in den
Hinterhöfen und stickigen Wirtschaften entwickelte sich in Wien
ein eigener Typ, die Altwiener Harfe, die
auch ich spiele.
Sie ist sehr hoch, mit langen Mensuren, aber mit einem
sehr schmalen Hals, der nur 3 bis 4 Oktaven aufnehmen kann.
Haken oder Pedale wurden aus Sparsamkeitsgründen nicht
eingebaut.
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Die Saiten waren sehr einfache, meistens
selbst- gedrehte
Darmsaiten, die zur Imprägnierung durch heißes Bienenwachs gezogen
wurden. Diese nur zur Begleitung von Liedstücken verwendete Harfe
konnte man sehr gut transportieren und hielt auch bei Temperatur und
Feuchtigkeitsschwankungen die Stimmung.
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